Azubimarketing: Wie Sie die Generation Z erreichen

Generation Z: zwischen 1997 und 2012 geboren. Mit eigenen Werten und typischen Eigenschaften. Während die Vorgängergeneration Y noch ohne Smartphone, Netflix und Snapchat aufwuchs, lebt GenZ die Digitalisierung. Dies stellt allerdings Unternehmen vor ein großes Problem: Wie rekrutiere ich erfolgreich die zukünftigen Arbeitnehmer dieser Generation? Radiospots und riesige Plakat bringen keine großen Erfolge mehr mit sich und eintönige Karriereseiten werden nach kurzem Überfliegen wieder weggeklickt.

Tipp 1: Visuelle Gestaltungen erwecken Interesse

Visuelle Komponenten wie Bilder oder kurze, prägnante Videos können schneller wahrgenommen werden als lange Texte. Sie vermitteln in wenigen Sekunden, sofern es sich um gute Bilder oder Grafiken handelt, was auf der Seite angeteasert wird. Die Aufmerksamkeitsspanne wird von Generation zu Generation kürzer. Bei der GenZ hat man beispielsweise nur noch 8 Sekunden Zeit, in denen die jungen Menschen möglichst schnell gecatcht und zum Auf-Der-Seite-Bleiben motiviert werden müssen[1]. Die Masse an Daten, mit denen man tagtäglich über das Internet versorgt wird, führt dazu, dass das Herausfiltern der individuell relevanten Informationen möglichst schnell geschehen soll. Wie kann man besser auf sich aufmerksam machen, wenn nicht mit einer gut gelungenen, visuellen Kampagne?

Tipp 2: Social Media als erste Anlaufstelle nutzen

Kaum ein Jugendlicher oder junger Erwachsener dieser Generation ist nicht in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Sei es Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat – sie sind wichtige Bestandteile des Alltags und bieten so auch den ein oder anderen Vorteil für die Rekrutierung von Auszubildenden oder Fachkräften. Generation Z weiß sich zu informieren. Die Frage „Wo bekomme ich welche Information her?“ kann meist schon rein intuitiv beantwortet werden: Man sucht sich die passenden Informationen aus den verschiedenen Netzwerken und Portalen zusammen. Diese Art der Informationsbeschaffung kann Unternehmen dabei unterstützen, Generation Z zu erreichen. Social Media ist die beste Möglichkeit Unternehmenswerte sowie Leitbilder und Visionen besser nach außen zu präsentieren.

Hinzu kommt: Generation Z hinterfragt immer häufiger den Sinn der Arbeit und sucht Unternehmen, mit denen sie sich vollkommen identifizieren können. So haben Unternehmen mit einem guten Internetauftritt die Möglichkeit, doppelt von Social Media zu profitieren: Fachkräfte erreichen und Image sowie Außenwirkung festigen.
Generell sollten die sozialen Netzwerke stärker in Betracht gezogen werden. Unternehmen, die beispielsweise auf Instagram vertreten sind, wirken auf die Zielgruppe seriös, modern, aufgeschlossen und brandaktuell. Sofern man die Betreuung der einzelnen Kanäle realisieren kann, ist diese Art von Marketing in der heutigen Zeit sehr effektiv, denn die sozialen Medien sind die Plattformen, auf denen sich Generation Z ungezwungen und freiwillig mehrere Stunden am Tag bewegt.

 

Tipp 3: Interessen und Wünsche der GenZ annehmen und unterstützen

Den Angehörigen der Generation Z ist es ganz besonders wichtig, sichere Arbeitsverhältnisse zu haben und stressfrei die Freizeit und das Familienleben mit dem Arbeitsalltag kombinieren zu können. Klar strukturierte Arbeitszeiten und die Möglichkeit der Selbstverwirklichung haben einen hohen Stellenwert, wenn es um die Suche nach dem passenden Arbeitgeber geht. Das Streben nach Karriere und dem eigenen Unternehmen hingegen hat deutlich nachgelassen und spielt für GenZ keine allzu große Rolle mehr. Vielmehr geht es darum, eine Arbeit zu finden, die die eigenen Interessen nahezu 100% unterstützt und Spaß mit sich bringt.

Nicht zu vergessen ist auch, dass seit einigen Jahren ein Fachkräftemangel herrscht. Mehr Arbeitskräfte verlassen den Arbeitsmarkt als neue hinzukommen. Generation Z kann sich also den Arbeitgeber fast frei wählen, denn das Angebot ist riesig. Natürlich werden dann die Unternehmen ausgesucht, mit denen sich die Bewerber am besten identifizieren können. Immer häufiger zu den Auswahlkriterien gehören dabei auch die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

 

Tipp 4: Active Sourcing im „War for Talents“

Im Zeitalter von Social Media spielt Active Sourcing eine immer größer werdende Rolle. Da mehr offene Stellen als verfügbare Fachkräfte vorhanden sind, sollten mögliche Bewerber aktiv angesprochen werden. Dies lässt sich wiederum sehr gut mit beispielsweise Social Media vereinbaren. Businessnetzwerke wie Xing oder LinkedIn bieten sich dabei hervorragend an. Im „Krieg um die Talente“ (engl.: War for Talents) haben Unternehmen immer wieder Schwierigkeiten, da sich wenige oder sogar keine Bewerber auf Stellenausschreibungen melden. Mit Active Sourcing kann man die Chancen auf Antworten maximieren, denn man macht sich selbst auf die Suche nach dem passenden Mitarbeiter und stellt sich gleichzeitig als besonders persönlich dar.

 

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Quellen:

[1] siehe: https://www.talentry.com/de/2018/02/12/blog_generation-z/ (abgerufen am 08.12.2020, 18:24 MEZ)

https://www.talentry.com/de/2018/02/12/blog_generation-z/

https://raven51.de/wiki/generation-z/

https://factorialhr.de/blog/social-media-recruiting/

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