Employer Marketing und Branding in Krisenzeiten

Die Corona-Krise hat zu tiefen Einschnitten in der Arbeitswelt geführt. Meetings wurde abgesagt oder online abgehalten, Geschäftsreisen fielen weg, Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt und das Home Office ersetzte den Büroarbeitsplatz.

Unternehmen haben in einer Krise viele Herausforderungen zu meistern und dürfen dabei eine wichtige Komponente nicht aus den Augen verlieren: Employer Branding Maßnahmen ergreifen und umzusetzen.

Konsequente Umsetzung der Unternehmensphilosophie

In einer Krise kommt es für Unternehmen darauf an, Maßnahmen zu ergreifen, die der Belegschaft zeigen, dass die Geschäftsführung bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt zeigt sich, ob Versprechen wie eine transparente Kommunikation, die Rücksichtnahme auf Work-Life-Balance der Angestellten und die Stärkung des Zusammenhaltes untereinander nur Worthülsen waren oder gelebte Unternehmenskultur.

Wer als Arbeitgeber beispielsweise Zweifel an der Produktivität der Mitarbeiter im Home Office aufkommen lässt, erweist sich in der Krise einen Bärendienst. Die betroffenen Angestellten kommunizieren dieses Missverhältnis selbstverständlich nach draußen, was einen klaren Imageverlust für das Unternehmen zur Folge hat. Wer hingegen Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter hat und aktive Unterstützung leistet, schafft eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre, in der sich die Mitarbeiter ernst genommen fühlen.

Offensive Außenkommunikation als Schlüssel

Employer Branding, also die Inszenierung des Unternehmens als attraktive Arbeitgebermarke, funktioniert einerseits durch eine konsequente Umsetzung der eigenen Firmenphilosophie. Andererseits spielt die Außendarstellung eine wichtige Rolle. Wenn Sie Maßnahmen für die Mitarbeiterbindung eingeleitet, Arbeitsprozesse an die aktuelle Situation angepasst und Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt haben, gibt es nur ein wirkungsvolles Mittel: Reden Sie darüber! Publizieren Sie die Erfolge auf Ihrer Homepage und erwähnen Sie in Newslettern Erfolge der gewählten Strategie. Darüber hinaus werden sich auch zufriedene Mitarbeiter in der Öffentlichkeit lobend über ihren Arbeitgeber äußern.

Employer Marketing und Branding: Wichtig in der Krise!

Der Arbeitsmarkt erlebt seit einigen Jahren einen fulminanten Wandel. Immer mehr Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte und zeitweise war der Arbeitsmarkt in manchen Branchen wie leergefegt. Auch wenn heute die Hälfte der Belegschaft in Kurzarbeit ist, dürfen Maßnahmen zum Employer Branding nicht vernachlässigt werden. Jede Krise endet irgendwann und wer für den folgenden Aufschwung gewappnet sein will, darf die Rekrutierung von Fachkräften nicht aus den Augen verlieren.

Geld hat für viele Arbeitnehmer längst nicht mehr den hohen Stellenwert wie vor der Jahrtausendwende. Junge, gut ausgebildete Fachkräfte unterschreiben eher einen Vertrag bei einer Firma, deren Unternehmenskultur zur eigenen Lebenseinstellung passt und lassen sich weniger von finanziellen Versprechen ködern. Die Geschäftsführung profitiert nach der Krise von motivierten Mitarbeitern, die bereit sind, für den Aufschwung mit Hingabe und Enthusiasmus zu arbeiten.

Fazit: Unternehmen mit einem Image als attraktiver Arbeitgeber gehen aus einer Krise gestärkt hervor. Wer Fachkräfte aufgrund einer öffentlich gelebten Unternehmensphilosophie bindet, partizipiert vom Aufschwung und besitzt einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.

 


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