Green Recruiting: Mit Nachhaltigkeit neue Mitarbeiter finden

Grüner Strom, Elektroautos, Mülltrennung, Verwendung nachwachsender Rohstoffe – Umweltschutzmaßnahmen tragen unterschiedliche Namen, haben jedoch ein gemeinsames Ziel: Nachhaltiger leben und wirtschaften.

Das Bewusstsein dafür hat sämtliche Lebensbereiche durchdrungen und macht auch vor der Mitarbeiterakquise nicht halt. Green Recruiting heißt das Zauberwort. Was es damit auf sich hat und wie Green Recruiting in der Praxis funktioniert, erfahren Sie an dieser Stelle.

 

Ziele des Green Recruiting

Große Teile der Bevölkerung sind stark sensibilisiert für Themen rund um den Klima- und Umweltschutz. Das Bewusstsein, dass nachhaltigeres leben und arbeiten dringend erforderlich ist, ist bei den meisten Arbeitnehmern vorhanden. Green Recruiting bedeutet, dass Unternehmen das Prinzip der Nachhaltigkeit auf den Bereich der Personalrekrutierung ausdehnen. Mit diesen Maßnahmen positioniert sich die Firma als moderner, attraktiver Arbeitgeber und profitiert dabei von einem Imagegewinn.

 

Green Recruiting in der Praxis

In der Praxis lässt sich Green Recruiting auf unterschiedliche Weise umsetzen. Ein wichtiger Schritt ist der Verzicht auf schriftliche Bewerbungen sowie der Verzicht, digitale Bewerbungsunterlagen vor dem Bewerbungsgespräch auszudrucken. Auf diese Weise werden wichtige Ressourcen geschont und es wird weniger Müll produziert.

Eine weitere Möglichkeit des nachhaltigen Recruitings ist der Wechsel vom persönlichen Gespräch mit den infrage kommenden Bewerbern zum digitalen Bewerbungsgespräch. Plattformen wie Zoom oder Skype bieten die technischen Voraussetzungen, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Potenzielle Kandidaten könnten auf die Anfahrt verzichten und damit ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck verkleinern.

Wenn die Personalabteilung nicht auf ein persönliches Bewerbungsgespräch verzichten kann, besteht die Möglichkeit, die Anreise mit dem Fahrrad, dem Öffentlichen Personennahverkehr oder zu Fuß finanziell zu fördern. Denkbar wäre auch eine Prämie für die Bewerber, die auf eine Anreise mit dem eigenen Pkw verzichten.

 

Wirksame Methode zur Imagepflege

Unternehmen, die die Maßnahmen des Green Recruiting in der Praxis umsetzen, positionieren sich eindeutig. Bewerber erkennen das Bestreben, nachhaltig zu wirtschaften, was einen Imagegewinn zur Folge hat. Wenn die Methode bereits in der Stellenausschreibung kommuniziert wird, melden sich mehr Nachwuchstalente, denen Nachhaltigkeit und Klimaschutz eine Herzensangelegenheit ist. Insbesondere die junge Generation ist für diese Themen stark sensibilisiert und Bewerber legen Wert darauf, dass auch der künftige Arbeitgeber in dieser Beziehung Prioritäten setzt.

 

Green Recruiting als Teil der Employer Branding Strategie

Um die Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, sollte das Unternehmen Maßnahmen wie das Green Recruiting in die Employer Branding Strategie aufnehmen und offen nach außen kommunizieren. Die nachhaltige Personalakquise ist in diesem Fall Teil einer grünen Unternehmensstrategie, die sich auch im Außenauftritt und bei innerbetrieblichen Abläufen widerspiegelt.

Maßnahmen zur Umsetzung dieser Employer Branding Strategie lassen sich im betrieblichen Alltag viele finden. Ein Weg wäre der Verzicht auf geschäftlich bedingte Flugreisen und die Nutzung von Bus und Bahn. Um den Mitarbeitern eine Alternative zum Pkw zu bieten, könnten der Belegschaft Leasing-Fahrräder zur Verfügung gestellt oder Zuschüsse zu den Fahrkarten für den ÖPNV gezahlt werden. Auch das Sponsoring von Umweltprojekten unterstreicht den Anspruch auf eine ökologisch nachhaltige Unternehmenskultur.

Fazit: Green Recruiting ist nur ein Baustein bei der Inszenierung des Unternehmens als Arbeitgeber, der Klima- und Umweltschutz ernst nimmt und auf nachhaltiges Wirtschaften Wert legt. Die nachhaltige Personalakquise gibt Bewerbern jedoch einen ersten Einblick in die Unternehmenskultur und die gelebten Werte.


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